Das Finanzamt geht leer aus! (steuertalk 24)

Shownotes

Ein Urteil, das eigentlich gar nicht um Immobilien ging – und trotzdem alles verändert.

Der Bundesfinanzhof hat am 24. März 2026 entschieden, dass der Staat bei zinslosen Darlehen keine „erfundenen" Zinsen besteuern darf. Klingt trocken? Ist es nicht. Denn dieses Urteil macht die Übertragung einer Immobilie an die eigenen Kinder plötzlich richtig attraktiv.

Axel Bahr und Eva Hark spielen den Fall komplett durch: Eltern verkaufen ihr Mehrfamilienhaus an den Nachwuchs – ohne Zinsen, in bequemen Raten. Und siehe da: Der Verkauf ist steuerfrei, die Raten sind steuerfrei, und wer clever ist, verdoppelt obendrein die Abschreibung und halbiert damit die Steuer.

In dieser Folge erfährst du: • warum ein zinsloses Familien­darlehen zur Steuerfalle werden kann – und warum der BFH da nicht mitspielt • wieso beim Immobilienverkauf zwischen Eltern und Kindern oft keine Steuer anfällt • wo die Grunderwerbsteuer in der Familie zuschlägt – und wo eben nicht • wie du über die „kürzere Nutzungsdauer" deine Abschreibung verdoppelst • was Nießbrauch, Kaufpreisaufteilung und die 15-%-Grenze damit zu tun haben

Verständlich erklärt, mit Alltagsbildern statt Paragraphen-Deutsch – für alle, die eine Immobilie in der Familie haben oder eine planen.

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Disclaimer: Der Inhalt ist nach bestem Wissen und Kenntnisstand erstellt worden. Wegen der Dynamik des Rechtsgebiets, der Vielzahl letztinstanzlich nicht entschiedener Einzelfragen und wegen des Fehlens beziehungsweise der Unvollständigkeit bundeseinheitlicher Verwaltungsanweisungen wird von Axel Bahr sowie der Kanzlei jegliche Haftung ausgeschlossen. Die Ausführungen ersetzen keine Rechtsberatung durch einen Anwalt.

Transkript anzeigen

00:00:00: Warum ein neues BFH-Uhrteil?

00:00:02: Die Immobilienübertragung innerhalb der Familie, deutlich interessanter Macht hört ihr in dieser Folge.

00:00:09: Steuertalk!

00:00:10: Der Podcast rund um Steuern.

00:00:14: Klar einfach und

00:00:16: verständlich.

00:00:17: Guten Morgen liebe Eva.

00:00:19: Hallo Axel Grüß dich

00:00:21: Heute ein bisschen verspäte zusammengekommen aber immerhin noch mit einem guten morgen

00:00:26: belastbar.

00:00:26: Genau wir können auch guten Morgens sagen

00:00:30: Ja, wir haben uns mal wieder getroffen und mal zu Schlaumeiern über das, was wir so gehört und gelernt haben.

00:00:36: Und als wir kurz überlegt hatten, hat man eigentlich beide die gleiche Idee?

00:00:43: Weil wir auch im gleichen Seminarsaßen, muss man vielleicht auch dazu sagen ...

00:00:48: An unterschiedlichen Orten!

00:00:50: Genau deswegen haben wir uns da in das gleiche Thema rausgepickt.

00:00:55: Wie immer hatte uns der BFH, also der Bundesfinanzhof überrascht mit einem Urteil.

00:01:00: Der Dritter ist eigentlich zu einer ganz anderen Sache.

00:01:06: Wir sprechen ja mal von Einkunftsarten und dieses Urteil war zur Einkunftskapitalvermögen.

00:01:15: Du kannst ja gleich noch mal so ein bisschen was sozusagen.

00:01:17: Und dann sind mir wieder die Pferde durchgegangen und hab gesagt, Eva, da können wir was für unsere Immobilien rausbauen?

00:01:22: Ja

00:01:23: genau!

00:01:23: Was ja dann Einkunftsartvermietung und Verpachtung ist.

00:01:27: Also eigentlich war das Urteil zu Zins-Einkünften... ...und damit sind wir im Einkünften aus Kapitalvermögen.

00:01:35: Da wurde etwas zu zinslos.

00:01:37: oder muss ich wenn nicht zinslose Kaufbrellstündungen mache, muss ich trotzdem fiktive Zinsen, oder wie man sie auch immer nennen möchte.

00:01:46: Versteuern weil es zinslos in der heutigen Welt nicht mehr gibt.

00:01:51: und wer so mit im Kapitalvermögen?

00:01:53: das heißt ich müsste dass in der Einkunftsart zum Kapitalfermögen versteuern und daraus kann man aber halt auch andersrum

00:02:01: ja ...

00:02:02: in eine andere Einkaufsart.

00:02:03: In einer anderen Einkaufssart?

00:02:04: Also das ist ja eigentlich, wenn wir dann noch mal kurz reingehen, dass du gerade sagst... Es ist ja wirklich verrückt ne!

00:02:09: Das heißt der eine leidet jemand anderem Geld länger als ein Jahr, wo man sich vielleicht gut kennt oder wo man sagt immer ich will dir einfach helfen und plötzlich kommt der Staat mit einer Vorschrift aus dem Bewertungsgesetz um die Ecke und sagt naja wenn du das länger als einem Jahr deinen Freund oder deiner Freundin oder wem auch immer deinem Elternzahl war es auch immer leist Dann unterstellen wir, dass da Zinsen drin sind.

00:02:36: Ja genau!

00:02:38: In der Rückzahlung?

00:02:40: Du leist mir Zehntausend Euro und wir beide machen das zinslos... länger als ein Jahr, dann unterstellt der Staat.

00:02:48: Da sind fünf Komma fünf Prozent Zinsen drin.

00:02:50: und das was ich dir... Ja, ich habe mir gerade nicht bei dir geliehen.

00:02:54: Was ich dir zurückgebe, ich gebe dir also nicht Zehntausend Euro geliehendes Geld zurück sondern ich geb dir achttausend Euro oder siebentaun Euro Geliehnesgeld plus Zins in die da drinnen stecken.

00:03:03: Und die müsste ich dann in meiner Einkommensteuer als Eingümmte aus Kapitän vermindern versteuern.

00:03:09: Obwohl wir eigentlich gesagt haben es gibt keine Zins.

00:03:12: Wir beide haben gesagt, hier hast du zehn Meter, die brauchst du.

00:03:14: Und die gibst du mir immer zurück?

00:03:16: Ja

00:03:17: und genau dazu das ist genau dieser Fall wo der BFH gesagt hat ne

00:03:24: kann irgendwie nicht sein.

00:03:24: Das

00:03:25: kann irgendwie nichts sein.

00:03:26: In diesem Fall ging es darum um eine zinslose Kaufpreistundung bei einer immobilen Übertragung.

00:03:31: also das Beispiel was ich jetzt gerade mit uns bein gemacht habe ihr verleiht mir bitte mal Zehntausend Euro ist hier der Fall gewesen, Eltern verkaufen an Kinder eine Immobilie.

00:03:43: Klar auch so wie wir beide keine Zinsen vereinbaren würden haben die Eltern mit ihrem Kind auch keine Zinzen vereinbart.

00:03:49: und genau da wollte der Staat einsetzen und da Zinseinkünfte produzieren.

00:03:54: Fiktive!

00:03:57: Und das hat er gesagt nein das geht nicht.

00:04:01: und dann sind mit uns beiden die Pferde durchgegangen.

00:04:03: Genau und dann waren wir direkt bei Verkauf Immobilien an Kinder oder Übertragung, noch nicht mal so mit dem Verkauf.

00:04:10: Aber Übertragung von Immobiliern an Kinder und haben gedacht, okay da gibt es ja noch mehrere Themen als jetzt die Zinsen bei ... beim geliehen Geld?

00:04:21: Ja!

00:04:21: Und als wir uns zusammengesetzt haben, sind wir relativ schnell schon mal auf acht Punkte gekommen die wir einfach mit unseren Zuhörern besprechen wollen.

00:04:33: Nämlich

00:04:33: mit der Überschrift was ist eigentlich wenn man die alte Generation der nächsten Generation die Immobilie nicht schenkweise überträgt oder im Rahmen der Erbschaft sondern einfach mal diese Immobilien verkauft?

00:04:47: Genau.

00:04:47: Wie funktioniert das eigentlich und was passiert da?

00:04:49: Und mit welchen Steuerarten haben wir etwas zu tun?

00:04:51: Genau!

00:04:51: Da schwätzen wir jetzt

00:04:52: mal.

00:04:52: Genau, da reden wir ein bisschen darüber.

00:04:54: Okay ich produziere den Musterfall und du startest.

00:04:57: Einer Eltern verkaufen an Tochter oder Sohn Immobilie für eine Million Euro.

00:05:03: Irgendjemand hat das einmal bewertet.

00:05:06: Die Immobilien ist länger als zehn Jahre im Privatvermögen Das heißt ganz alter Immobilinbestand.

00:05:12: Die Kaufpreiszahlung sollen wir auch auf fünfundzwanzig Jahre verteilt werden und keine Zinsen vereinbart.

00:05:19: Wir haben dann mal ausgerechnet, die Rate wird ungefähr drei tausend dreihundertdreittausend vierhundert Euro sein.

00:05:24: Was bedeutet das jetzt eigentlich uns sonst noch?

00:05:29: Gut, das Urteil haben wir dazu!

00:05:31: Keine

00:05:31: Zinsens.

00:05:32: Aber wie geht die Geschichte jetzt weiter?

00:05:34: Erstmal ist ja wichtig du hast es ja gerade schon gesagt dass Haus im Privatvermögen war.

00:05:40: Das heißt, da muss ich ja auf der Elternseite erst mal prüfen ob ich da was Steuerpflichtiges produziere bevor wir auf das Kind kommen.

00:05:50: Bei den Eltern mehr als zehn Jahre sind wir in paar Graf-Drehen.

00:05:54: zwanzig heisst Als Beispielsfall, er wird das jetzt nach neun Jahren verkaufen für eine Million.

00:06:01: Dann müsste er die eine Million abzüglich ursprüngliche Anschaffungskosten rechnen und den Differenzbetrag versteuern in seiner Einkommensteuererklärung mit seinem persönlichen Steuersatz.

00:06:12: So, jetzt haben wir ja dem Beispielsfalt mehr als zehn Jahre im Privatvermögen.

00:06:16: dann ist es für die Eltern in diesem Beispielstall steuerfrei.

00:06:20: Also wir stellen schon mal die erste Steuerfreiheit fest.

00:06:22: Die Übertragung der Immobilie ist an der Stelle, obwohl wir es mit einem Kaufpreis

00:06:26: haben, steuerfrei.

00:06:28: Genau!

00:06:30: Jetzt geht die Steuervreiheit immer weiter...

00:06:32: Ja?

00:06:33: ...die Eltern kriegen ja jetzt eine Rate von Sohn oder von der Tochter.

00:06:37: Richtig und da könnte der normale Bürger ja denken oh nee dann kriege ich ja Geld.

00:06:42: und wenn ich Geld kriege will ja meistens das Finanzamt was von diesem Geld haben.

00:06:46: Da aber der komplette Verkauf ...deuerfrei ist, ist auch die Ratenzahlung des Kindes keine Einkunftsart zu zuordnen.

00:06:55: Das heißt das Geld was ich kriege kann ich mir mein Portemonnaie stecken und das Finanzamt oder der Staat kriegt nichts davon.

00:07:01: Auf Sicht der Eltern?

00:07:02: Die müssen also diese Rate nicht

00:07:05: versteuern.

00:07:06: Versteuern!

00:07:06: Genau.

00:07:07: Wie könnte der Tochter oder Sohn diese Rate finanzieren?

00:07:10: eigentlich relativ einfach eine Immobilie für eine Million hat wahrscheinlich auch Mieteinkünfte

00:07:15: d.h.,

00:07:16: die Liquidität würde sich das Kind über die regelmäßigen Mieteinnahmen.

00:07:20: Genau, aus den Mieteinnahmen wird es die Rater an die Eltern finanzieren.

00:07:24: Okay,

00:07:24: erstes Fazit.

00:07:26: Verkaufsteuerfrei, Rate von Kindern und Eltern.

00:07:30: auch bei den Eltern steuerfrei?

00:07:32: Ja.

00:07:32: Haben wir ja alle schon mal einen guten... Für

00:07:34: die Eltern schon mal ein gutes Geschäft gemacht.

00:07:37: Wenn wir bei Steuerfreiheit sind würde ich gerne einmal unsere geplante Reihenfrage ändern.

00:07:42: Thema Grunderwerbsteuer!

00:07:44: Auch da muss man ja immer bei Immobilienübertragungen dran denken.

00:07:50: Und dann gibt's so schön ... Steuerfrei ist es in vertikaler Linie, heißt jetzt in dem Fall.

00:07:57: Eltern an Kind ist vertikal und Grunderwerb steuerfrei.

00:08:02: Allerdings auch in andere Richtung?

00:08:04: Kinder zu

00:08:04: Eltern?

00:08:04: Ja, Kinder an Eltern auch.

00:08:06: Hoch- und runter ist immer steuer frei.

00:08:10: Bedeutet ich mach den Kaufortrat beim Notar.

00:08:12: Ich habe eigentlich nur die Notarkosten und die kosten beim Grundbuchabend, aber es fällt keine Gründerwirt

00:08:17: rein.

00:08:17: Genau auch da kommt kein Bescheid vom Finanzamt, dass ich irgendwelche Steuern zahlen muss.

00:08:22: Ja, kurzer Hinweis für unsere Zuhörer du hast es gerade erklärt das bedeutet horizontal also von rechts nach

00:08:29: links

00:08:29: oder links nach rechts?

00:08:30: Das sind die Geschwister Zum

00:08:32: Beispiel, genau.

00:08:33: Die sind nicht grunderwerbsteuerfrei?

00:08:36: Ich hab so ein Fall mal gehabt, da hatte man das nicht bedacht.

00:08:39: Man hätte gedacht, dass wäre in der Familie ...

00:08:41: Ja, das denkt man halt auf schnell.

00:08:43: Das ist

00:08:44: leider nicht der Fall.

00:08:45: In

00:08:45: dem Fall nicht!

00:08:46: So heißt wir haben es steuerfrei übertragen zwei- oder dreimal steuerfreisch schon mal gegessert.

00:08:52: Jetzt müssen wir zum Notar gehen und müssen den Vertrag

00:08:54: machen.

00:08:55: Was fällt uns dann natürlich als allererstes ein?

00:08:58: Es wäre gut, in dem Vertrag schon mal eine Kaufpreisaufteilung zu machen.

00:09:02: Ja!

00:09:03: Heißt was willst du aufteilen?

00:09:05: Also es gibt ja einen Gesamtkaufpreis in unserem Beispiel von einer Million und ich muss den Jahr im Grund- und Boden- und Gebäude aufteilen.

00:09:12: Weil ich den Grund-und-Boden nicht abschreiben kann... Genau.

00:09:14: ...aber das Gebäudee abschreiten kann.

00:09:16: Richtig!

00:09:16: Und da gibt's ja vom... Ich glaube ist es vom BMF.

00:09:22: oder auf jeden Fall gibt's eine Kaufpreisaufteilung vorgegeben, da kann ich so eine Exeltabelle ausfüllen und dann ergibt sich daraus Grund- und Bodengebäude.

00:09:32: Dies muss ich auch nachweisen.

00:09:33: wenn ich das nicht im Vertrag auf... Also das zieht sich das Finanzamt quasi als Grundlage um diesen Kaufpreis aufzuteilen.

00:09:41: aber ich kann das ja vorher schon machen.

00:09:43: Ja, kann genau!

00:09:45: Und da bekomme ich wieder als alter Steuerberater Fuchs um die Ecke der immer gesagt hat alles was zivilrechtlich vereinbart wird muss das Finanzamt erst mal so akzeptieren.

00:09:57: Natürlich kann ich jetzt nicht sagen, der Grund und Boden ist nur fünftausend Euro bei einem Gebäude von einer Million.

00:10:03: Also dann würde das Finanzamt den Gegenbeweis erbringen und sagen, dass kann nicht sein.

00:10:08: Und würde rechnen und wird wahrscheinlich.

00:10:10: also damit komme ich nicht durch.

00:10:12: Ja aber alles das was sich in dem Vertrag schreibe ist

00:10:15: erstmal gültig

00:10:16: ist erst mal gesetzt.

00:10:17: es ist jetzt erstmal so und vielleicht werden da ja auch noch andere Wirtschaftsgüte übertragen.

00:10:22: vielleicht haben

00:10:23: Küchen

00:10:24: garagen

00:10:25: Ein PV-Anlage,

00:10:26: was

00:10:27: auch immer.

00:10:28: Und da ist unser Hinweis an der Stelle das bitte klar in der zivilrechtlichen Urkunde zu vereinbaren, weil dann muss ich das Finanzamt erst mal

00:10:35: ranhalten?

00:10:36: Genau und auch da im PV Anlag.

00:10:39: Küche haben natürlich auch kürzere Abschreibungsdauern so dass es klug ist die einzeln aufzuführen mit einzelnen Bewertungpreisen.

00:10:48: Ja

00:10:48: wie war das noch?

00:10:49: Ich glaube den Garage zehn Jahre meine ich, zehn oder zwölf Jahre Kann man die abschreiben?

00:10:55: Gute Küche und Fotovoltaik.

00:10:56: Ja,

00:10:57: Küche auch zehn.

00:10:57: Fotovoltag

00:10:58: sind glaube ich zwanzig mittlerweile.

00:11:00: Mittlerweile

00:11:01: zwanziger.

00:11:03: So!

00:11:03: Und jetzt schlägt natürlich mein... Du hast schon gelacht als es vorgetragen

00:11:07: hat

00:11:08: was jetzt kommt von mir.

00:11:10: Jetzt müssen wir das Gebäude noch abschreiten.

00:11:12: Genau

00:11:12: Das ist ja mein Steckenpferd.

00:11:14: Da gibt's den einen Podcast zu wo ich berichtet habe Von dem Fall.

00:11:19: Ich hole vielleicht die Zuhörerinnen und Zuhöerer nochmal ab.

00:11:22: Jetzt haben wir diesen Gebäudeanteil bestimmt.

00:11:24: Und der müsste eigentlich, wenn es nichts anderes gibt nach § seven mit fünfzig Jahren in der Regel abgeschrieben werden.

00:11:34: Es sei denn ... Wir können die kürzere Nutzungsdauer nachweisen und da hatte ich auch darüber berichtet oder wir beide hatten gesagt mit Blick auf ein Skript was wir ja in der Fortbildung hatten dass man theoretisch noch nicht mal zu einem Gutachter gehen muss sondern das eigentlich sogar selber machen könnte würde ich mir jetzt überlegen, ob man das macht.

00:11:55: Ich will mit zumindestens irgendwie ein Beratender dazu nehmen also ich würde es nicht ganz blauäugig selber ausführen.

00:12:03: und was eigentlich unsere Erfahrung auch ist dass wir immer wieder feststellen, dass wenn man das einmal so durchlaufen lässt.

00:12:10: Man in der Regel immer unter fünfzig Jahre.

00:12:12: Also ich habe noch also bei den Fällen wo es ein Gutachten gibt waren wir immer deutlich unter den fünftig Jahren

00:12:19: und deutlich ist dann auch schon mal zwanzig Jahre, achtzehn Jahre, dreieinzwanzig, vierundzwanziger Jahre

00:12:25: Also die Hälfte mindestens.

00:12:27: Ja, jetzt lass uns vielleicht mal für unsere Zuhörer und Zuhöre das einfach mal in unserem Beispiel in Zahlen rechnen.

00:12:34: also wir haben jetzt gesagt eine Million hat es bei den Kaufvertrag gemacht wir ziehen jetzt mal zweihundert tausend Sekunden Boden abziehen das heißt wir haben achthunderttausend

00:12:45: Gebäude

00:12:46: wert und die würden wir nach dem Gesetz mit zwei Prozent abschreiben dürfen.

00:12:52: wenn man nichts machen Dann haben wir ... Viertausend?

00:12:56: Ist das richtig?

00:12:57: Nein.

00:12:57: Warte,

00:12:59: aber wir haben's auch aufgeschrieben!

00:13:00: Ja ja,

00:13:01: wir haben aufgeschrien.

00:13:02: Okay okay.

00:13:03: Wir wären bei sechzehntausend jährlich.

00:13:05: Natürlich

00:13:05: natürlich.

00:13:06: Entschuldigung alle an die, die jetzt gerade gelacht haben, dass zwei Steuerberater

00:13:09: nicht rechnen können.

00:13:09: Weil das nicht so schnell im Kopf rechnet.

00:13:11: Genau also sechzentausend abschreiben klassisch wenn wir nichts machen.

00:13:16: Machen wir da erst mal Stopp.

00:13:18: Sechzehntausende Abschreibungen beim Steuersatz von was weiß ich, dreißig Prozent hätten wir Pi mal Daumen.

00:13:24: drei, knapp etwas über viertausend Euro Steuern ersparen

00:13:26: ist.

00:13:27: Genau!

00:13:28: Und jetzt schreiben wir nicht auf fünfzig Jahre ab, sondern auf fünfundzwanzig Jahre.

00:13:33: Genau.

00:13:34: Dann

00:13:34: AFA?

00:13:35: AFA das Doppelte.

00:13:37: Das Doppeltet von sechzehn...

00:13:39: Wenn es in zweiunddreißig tausende Euro sind.

00:13:40: In zweiund

00:13:40: dreißig Tausenden, damit ich auch gleichzeitig

00:13:44: meine Steuere

00:13:45: ersparene.

00:13:45: Genau

00:13:46: und eigentlich total einfach.

00:13:49: Ja ja Genau, also ich muss mich halt einmal um Gutachten kümmern.

00:13:54: Ja, einmal mit dieser Nutzungsdauer beschäftigen und da auch nochmal vielleicht ganz wichtig an der Stelle all das was wir jetzt aufgezählt haben ist nicht miteinander verknüpft?

00:14:07: Nein!

00:14:07: Also wenn ich die veränderte Abschreibung habe hat es keinen Einfluss auf Grund- und Boden.

00:14:13: Es hat kein Einfluß auf die Gründerwerbsteuer.

00:14:17: Auf die Kaufpreisrate, auf den Kaufpreise.

00:14:19: Auf § XXIII

00:14:20: gar nichts?

00:14:21: Nein, nein.

00:14:22: Sondern

00:14:22: es zieht sich wie ein roter Faden dadurch.

00:14:26: Jetzt können wir noch mal gucken vielleicht zu den Modellen, die wir so kennen.

00:14:32: häufig ist es so dass die Eltern an die Kinder übertragen haben mit einem sogenannten Niesbrauchrecht

00:14:38: oft bei Schenkungen.

00:14:39: Oft bei Schenkungen.

00:14:41: Da mache ich immer ganz gerne das Beispiel oder wenn ich gefragt wäre, was bedeutet das eigentlich?

00:14:45: Also Nießbrauchrecht bedeutet, stell dir das Haus vor wie ein Apfelbaum.

00:14:50: Ich gebe dir jetzt diesen Apfelraum und dein Nießbauchrecht ist es regelmäßig von diesem Apfelbaum die Äpfel runterzunehmen nämlich den Nieß-Brauch... Die Erträge

00:14:59: also die das vielleicht klargestellt das bleibt bei dir.

00:15:02: Also ich habe den Apfel Baum aber du darfst die Äpfe flöten.

00:15:05: Ja in unserem Falle wären dass die Mieten, ich dürfte

00:15:08: die Miten

00:15:08: kassieren

00:15:11: müsste auch die Steuern da drauf zahlen.

00:15:14: Das hätten wir hier in diesem Falle nicht?

00:15:16: Nee, also die Eltern sind komplett steuerfrei daraus und das Kind muss halt die Einkünfte versteuern.

00:15:23: Aber hat er halt auch das Mehrfamilienhaus als Vermögen?

00:15:28: Werme-Mehrfamilenhaus als vermögen hat die Mieleinnahmen, hat eventuell diese erhöhte Abschreibung, die wir gerade berechnet haben und berechnet sich eigentlich ganz gut.

00:15:39: Jetzt hole ich uns noch mal ab.

00:15:40: Und das alles nur aufgrund eines BfH-Urteils.

00:15:43: zur Frage, kann man einen Kaufpreis zinslos

00:15:46: stunchen?

00:15:47: Genau!

00:15:47: Ich

00:15:48: finde es ist Musik drin und wenn wir jetzt nochmal gucken auf das was wir uns so aufgeschrieben haben... Also mir fehlt da jetzt gerade nichts mehr noch zu ein.

00:15:55: Guck du noch einmal.

00:15:57: Nein, ich glaube wir haben zu allen Punkten etwas...

00:16:00: Ja, einen Punkt hatte ich noch angesprochen aber du hast gesagt dann machen wir extra Podcast raus, dass die auf zehn Prozent grenzen.

00:16:06: vielleicht ganz kurz dazu, wenn ich ein Haus erwerbe muss sich in den ersten drei Jahren nacherwerben.

00:16:15: Das heißt muss ich aber sollte ich darauf achten, da geht es auch wieder um den Gebäudewert, ganz wichtig.

00:16:21: Fünfzehn Prozent des Gebäudewertes an Instandhaltungskosten habe oder mehr dann muss ich die zu dem Gebäuden hinzurechnen.

00:16:30: Auch da bedeutet Wenn ich keine kürzere Nutzungsdauer habe schreibe diese Kosten über fünfzig Jahre ab.

00:16:37: Oder vielleicht fünfzwanzig?

00:16:38: Oder wenn ich einen Gutachten habe, über fünf zwanzig.

00:16:42: Und darf sie nicht sofort als Wärmungskosten abziehen.

00:16:46: Jetzt wollten wir eigentlich ein extra Podcast machen, aber du hast es mal wieder so gut und so einfach und klar erklärt... Das

00:16:51: versucht ja!

00:16:52: ...einlich kein extra Podcast zu machen.

00:16:54: Aber vielleicht machen was.

00:16:55: so, wenn wir eben

00:16:56: kommen... Es gibt ja schon noch Erläuterungen.

00:16:58: also ganz so einfach ist es nicht.

00:17:00: Ja, da hast Du natürlich

00:17:01: auch.

00:17:02: Wir können's vielleicht so machen, wenn unsere Zuhörer das hören.

00:17:05: Und die schreiben uns in die Kommentare auch Mensch.

00:17:06: Eva Axel erklärt was es ist.

00:17:07: Ich kenne da doch noch mal mehr zu sagen dann.

00:17:09: Dann machen wir das und ... Vielleicht machen wir's auch freiwillig?

00:17:12: Ja.

00:17:13: Okay.

00:17:14: Eva, ich danke dir!

00:17:14: Hat mir wieder Spaß gemacht dieses BfH-Urteil mit etwas Erweiterten.

00:17:20: Horizont zu betragen.

00:17:23: Danke dir und ciao bis dann.

00:17:24: Bis dann, tschüss.

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